5. Dezember 2002
Aufbau und Anwendung einer 3D-Engine
3D-Engines sind für die Entwicklung von Multimedia Anwendungen in letzter Zeit immer wichtiger geworden. Gerade die Computerspiele- Industrie ist ohne nicht mehr denkbar. Eine moderne 3D-Engine beinhaltet viele interessante Konzepte von denen einige hier am Beispiel der "Walhalla-Engine" präsentiert werden.
Der Vortrag wird eine grobe Beschreibung der Komponenten einer 3D-Engine geben und wird die Hierarchie- Verwaltung als ein wesentlicher Bestandteil einer 3D-Engine näher vorstellen. Abschließend werden die Techniken an einem praktischen Beispiel präsentiert.
| Referent: |
Herr Kay Struve, Technical Director, ASCARON Entertainment GmbH Gütersloh |
21. November 2002
Wer hat Angst vor Napster? - über Ideen, Konzepte, Beispiele und Implementierungen des Peer-to-Peer Paradigma
Das Peer-to-Peer (P2P) Paradigma ist nicht erst seit Napster und Gnutella bekannt. Wohl aber haben diese Beispiele die enormen Wirkungen des Einsatzes von P2P für unsere heutige Informatik-Landschaft und die damit zusammenhängenden Industrien aufgezeigt. Man muss sich die Frage stellen, welches die Determinanten des Erfolges waren und ob sich ähnliche Entwicklungen oder anders ausgedrückt Bedrohungen oder Chancen, in weiteren Themenbereichen zeigen. Ein umfassendes Verständnis des P2P Paradigma gibt dann die Möglichkeit, die Wirkung des P2P-Einsatzes positiv zu nutzen oder negative Auswirkungen zu verhindern.
Der Vortrag wird eine Einführung in die Basissysteme des File Sharing, des Instant Messaging und des Grid Computing geben und deren enormen Einfluss auf zukünftige Informatiksysteme aufzeigen. Es wird erläutert, dass derzeit noch kein einheitliches Verständnis über den Charakter der P2P-Technologie existiert. Grundsätzliche Ideen, bekannte und aktuelle Beispiele und Hinweise zu möglichen Implementierungen runden den Vortrag ab.
12. November 2002
Geschäftsprozessintegration mit dem BizTalk-Server
Schwerpunkte:
- Kompetenz des BizTalk-Servers im EB/EC-Umfeld
- Komponenten und Funktionalität des BizTalk-Servers
- Business Collaboration mit SAP R/3 und anderen ERP-Systemen
- Business Object-Austausch auf Basis eigener XML-Schemata
| Referent: |
Herr Prof.Dr.-Ing. L. Naake Herr Dipl.-Kfm. J. Jasper, Fa. Hanse_Vision, Hamburg |
7. Oktober 2002
Workshop "Konzepte zur informatischen Bildung an allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen"
Veranstalter: Sächsisches Staatsministerium für Kultus; Technische Universität Chemnitz, Fakultät Informatik; Technische Unversität Dresden, Fakultät Informatik; Gesellschaft für Informatik - Regionalgruppe Dresden
| Dauer: | vom 07.10.2002 bis 08.10.2002 |
11. Juli 2002
Wettlauf um den schnellsten SAT-Algorithmus
Für das NP-vollständige Problem k-SAT (speziell: 3-SAT), also das Erfüllbarkeitsproblem für Boole'sche Formeln in konjunktiver Normalform mit höchstens k Literalen pro Klausel, gibt es den naiven Lösungsalgorithmus, im wesentlichen mit der Laufzeit 2^n, der alle potenziellen Belegungen systematisch durchprobiert.
Andere raffiniertere backtracking-Verfahren erreichen Laufzeiten c^n mit 1<2. Die besten bekannten Verfahren sind hierbei probabilistisch. Insbesondere erreicht man für 3-SAT eine worst-case-Laufzeit von etwa 1.33^n.
Der Vortrag stellt die zugrunde liegende Ideen dieser Algorithmen dar.
| Referent: |
Herr Prof. Dr. Uwe Schöning, Universität Ulm, Abt. Theoretische Informatik |
20. Juni 2002
84. Seminar des Fachbereiches Informatik/Mathematik der HTW gemeinsam mit der GI-Regionalgruppe
Thema: Geografische Informationssysteme (GIS) Datenmodelle und technologische Aspekte
| Referent: |
Herr Prof. Marco Painho, Neue Universität Lissabon Herr Prof. Dr.sc.oec. H. Beidatsch, HTW Dresden |
30. Mai 2002
UMTS-Dienste - Wie kommen die Daten durch die Luft?
Im Vortrag werden die nachrichtentechnischen Grundlagen und Verfahren im Überblick vorgestellt, die auf der Luftschnittstelle bei UMTS für eine hohe Flexibilität und gute Ausnutzung der Kapazität des Übertragungskanals sorgen.
Ausgehend von GSM wird die evolutionäre Entwicklung der Systemarchitektur über GPRS hin zu UMTS erläutert. Weiterhin wird auf die Belange von CDMA als neues Kanalteilungsverfahren eingegangen. Abschließend werden die verschiedenen radio-access-bearer vorgestellt, die die Grundlage für die in UMTS möglichen Dienste und darauf aufbauende Applikationen bilden.
16. Mai 2002
Stand und Einsatzmöglichkeiten von Application Service Providing(ASP)
ASP mit SAP - Chancen und Risken
Für das ASP- Modell wurden und werden jährliche Wachstumsraten von 100% und mehr vorausgesagt. Dies ist begründbar mit zahlreichen Vorteilen dieses Modells für Anbieter und Konsumenten im Vergleich zum Softwarekauf. Eingetreten ist dieses Marktwachstum bislang nicht.
Im Vortrag wird darauf eingegangen, welche Möglichkeiten im SAP-Umfeld für ASP-Angebote bestehen und mit was für Problemen - vor allem in Bezug auf Marktakzeptanz - zu rechnen ist.
Die im Vortrag dargestellten Erfahrungen wurden überwiegend in der Energieversorgungsbranche ermittelt.
Das ASP-Modell in der Realität. Erfahrungen aus dem ASP-Feldversuch Sachsen
Der Application Service Providing (ASP) -Markt in Deutschland befindet sich trotz optimistischen Prognosen erst am Anfang seiner Entwicklung. Immer mehr Unternehmen sind als ASP-Anbieter bezogen auf ihre Kernkompetenz (Softwareerstellung, Hosting-Services, etc.) in den Markt eingetreten und zum Teil schon wieder ausgetreten.
Das Software Zentrum Sachsen GmbH hat mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Arbeit das Projekt "ASP-Feldversuch" initiiert, um ASP-Know-How am Standort Sachsen aufzubauen und sächsische IT-Unternehmen beim Eintritt in den ASP-Markt zu unterstützen.
Das Projekt ist am 1.1.2002 gestartet. Im Mittelpunkt des Projektvorhabens steht die Schaffung eines Interessenverbundes, der arbeitsteilig die neuen Möglichkeiten des ASP inhaltlich erschließt und in Einzelprojekten mit sächsischen KMU-Firmen die Funktionsweise und Rentabilität dieser neuen Technologie im Praxistest nachweist.
Der Vortrag berichtet von den ersten Erfahrungen aus dem ASP-Feldversuch aufbauend auf Kontakten zu über 60 Firmen und stellt Thesen zur Diskussion, warum der ASP-Markt für KMU sich erst in den Anfängen befindet.
18. April 2002
Daten ohne Zahlen: Formale Begriffsanalyse als Werkzeug der Informatik
Ein bewährtes Werkzeug der Informatik ist die mathematische Aussagenlogik, die Lehre vom Verknüpfen von Wahrheitswerten mit den Junktoren "und", "nicht" usw. Diese Theorie ist nicht nur ausserordentlich klar und einfach, sondern wegen ihrer Nähe zum menschlichen Denken auch sehr intuitiv in der Handhabung.
Noch grundlegender als die "Aussagen" für das Alltagsdenken sind "Begriffe", Einheiten des Denkens, die durch Unterbegriff--Oberbegriff hierarchisch geordnet werden. Es hat sich herausgestellt, dass man für diese Begriffsordnungen eine ähnlich elementare Formalisierung angeben kann, die sich zudem in Diagrammen ausdrücken lässt.
Wir geben einen Eindruck davon, wie diese Theorie einer Formalen Begriffsanalyse ansetzt und zeigen Anwendungsbeispiele.
weitere Informationen
| Referent: |
Herr Prof. Dr. B. Ganter, TU Dresden, Institut für Algebra |
11. April 2002
Unterstützung von kooperativen Geschäftsprozessen
Durch die Globalisierung nimmt der Zwang zu intensiver Zusammenarbeit von Unternehmen rapide zu. Nachdem vor zwei Jahren die Idee von elektronischen Marktplätzen als Vermittler von Angebot und Nachfrage geboren wurde, zeigt sich heute, dass die meisten global agierenden Unternehmen auf eigene Systeme, sogenannte "Private Hubs" setzen. Dabei ist eine Anbindung aller Geschäftspartner, d.h. sowohl Zulieferer als auch Kunden gedacht.
Ein zentrales Element solcher "Private Hubs" sind kooperative Geschäftsprozesse, die die einzelnen Abläufe zwischen den Unternehmen koordinieren sollen. Dabei geht es u.a. sowohl um den Einsatz von Workflow Management Systemen als auch von sogenannten "Message Exchange Servern", die die Nachrichten zwischen den beteiligten Unternehmen austauschen und gegebenenfalls vorverarbeiten.
Der Vortrag wird sich sowohl mit den wichtigsten Geschäftsprozessen als auch den dazu benötigten Technologien auseinandersetzen.
4. April 2002
Entwurfsüberprüfung digitaler Schaltungen mittels formaler Verifikation - ein Überblick
Beim Entwurf digitaler integrierter Schaltungen muß sichergestellt werden, daß keine Fehler in der entworfenen Schaltung enthalten sind. Der Anteil der Überprüfung der funktionalen Korrektheit am Gesamtaufwand für den Entwurf einer Schaltung beträgt gegenwärtig mehr als 60%. Die übliche Methode für die Entwurfsüberprüfung ist die Simulation. Bei der Größe heutiger Schaltungen ist eine "ausreichende" Simulation mit einem vertretbaren Aufwand nicht mehr möglich. Dabei ist auch zu beachten, daß nach jedem entdeckten Fehler der überarbeitete Entwurf wiederum simuliert werden muß. Der große Aufwand für die Simulation verursacht nicht nur hohe Kosten, sondern kann wegen einer möglichen Zeitverzögerung zur verspäteten Markeinführung des Produktes führen, wobei auch dann immer noch keine funktionale Fehlerfreiheit garantiert werden kann. Wiederholungen des Entwurfs ('re-design') oder gar Rückrufaktionen führen zu weiteren hohen Kosten.
Mit dem Einsatz formaler Verifikationsmethoden und -werkzeuge kann eine wesentlich höhere Entwurfsqualität erreicht werden, weil mit diesen Methoden dem Entwerfer bestätigt wird, daß sein Entwurf wegen der Vollständigkeit der Aussage frei von funktionalen Fehlern ist. Ein Problem formaler Verifikationsmethoden sind ihre Komplexitätsgrenzen. Eine formale Verifikation ist für Schaltungen mit einigen 100.000 Gatter durchführbar. Der Zeitaufwand sowohl für das Entdecken eines Fehlers als auch für den Nachweis der Fehlerfreiheit ist dann im Vergleich zur Simulation wesentlich geringer.
Es wird zwischen zwei Arten von Verifikationsaufgaben unterschieden. Zum einen wird mittels Eigenschaftsprüfung ('model checking') nachgewiesen, daß eine Schaltung vorgegebene Eigenschaften besitzt. Zum anderen liefert die Äquivalenzprüfung ('equivalence checking') den Nachweis, daß zwei Schaltungsbeschreibungen die gleiche Funktionalität besitzen. Falls ein Fehler vorliegt, werden automatisch Gegenbeispiele bereitgestellt. Ein Gegenbeispiel ist eine Inputfolge, mit der bei anschließender Simulation der Fehler, der die Fehlfunktion verursacht hat, lokalisiert werden kann.
Der Vortrag ist wie folgt gegliedert:
Einleitung
- "berühmte" Fehler, Entwurfsfehler
- Entwurfsablauf
- Validation, Verifikation
Binäre Entscheidungsdiagramme (BDDs)
Äquivalenzprüfung
- kombinatorische Schaltungen
- sequentielle Schaltungen
Eigenschaftsprüfung
- CTL
Theorembeweiser
Ausblick
- verifikationsgerechter Entwurf
- Grenzen der formalen Verifikation
23. März 2002
8. Absolvententreffen der Informatik-Lehrer
31. Januar 2002
Entwicklung von Computerspielen
Vortragsinhalt:
kurze Vorstellung der Firma Ascaron
Definition von Computerspielen, Unterscheidung der Genres, Beispiele
Entwicklungstechnische Unterschiede der Spiele (Art der Logik, Aufbau von Action-Spielen, Ansatzpunkte für das Feintuning, Simulationsprogrammierung, Mängelanalyse für die Spielbarkeit)
Vertiefung der Aspekte anhand eines Praxisberichts über die Entwicklung von
Spielen:
Idee, Exposé, Grobkonzept, Feinkonzept, Planung, Entwicklung, Marketing, Kommunikation und Diskussion mit Spielern, Betreuung der Fangemeinde
22. Januar 2002
Struktur in der Bioinformatik
Nach der Entschlüsselung des Genoms werden Fragestellungen, die über die Analyse der Sequenzen hinausgehen, noch an Bedeutung zunehmen. Ein Beispiel ist das Strukturvorhersageproblem für Proteine, das eines der wichtigsten, ungelösten Probleme der Bioinformatik ist. Es werden wesentlich mehr Proteinsequenzen entschlüsselt als Proteinstrukturen aufgeklärt werden. Man spricht hier von dem sogenannten "Sequence-Structure-Gap", der den Fortschritt in der Biotechnologie zu verlangsamen droht.
In dem Vortrag werden wir auf verschiedene strukturbezogenen Probleme in der Bioinformatik eingehen und Informatikansätze zur Lösung dieser Probleme diskutieren.






