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 29. November 2001
Anonyme und unbeobachtbare Kommunikation - Theorie und Praxis

Inhalt des Vortrages ist eine Einführung in die theoretischen Grundlagen der anonymen bzw. unbeobachtbaren Kommunikation. Es wird erläutert, warum Verschlüsselung alleine nicht reicht, dieses Ziel zu erreichen. Als ein Verfahren wird das der umkodierenden Mixe von David Chaum vorgestellt, auf dem auch das am Lehrstuhl Datenschutz und Datensicherheit entwickelte Anonymisierungssystem basiert. Neben diesem werden weiter Systeme aus der Praxis vorgestellt, die gegen unterschiedliche starke Angreifer Schutz bieten. Vor- und Nachteile dieser Systeme werden erläutert. Ausgehend von den rechtlichen Grundlagen für den Betrieb eines Anonymisierungsdienstes soll mit den Anwesenden die Frage diskutiert werden, wieviel Anonymität die Gesellschaft will und braucht.

Referent: Herr Stefan Küsell,
TU Dresden, Fakultät Informatik
Präsentation:
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 15. November 2001
Urheber- und Leistungsrechte sowie Haftung beim Entwickeln und Vertreiben von Softwareprodukten

Im IT-Sektor wird weltweit in einem atemberaubenden Tempo geforscht, entwickelt und hergestellt.

Die Globalisierung und das Medium Internet erhöhen die Gefahr, dass Produkte geliefert werden, an denen andere, irgendwo auf dieser Welt, Urheber- oder Schutzrechte haben.

Forschungs-, Entwicklungs-, Herstellungs- oder Liefer- und Betreuungsverträge sollen die Rechte und Pflichten der vertragsschließenden Seiten definieren. Wir möchten Ihnen mit unserem Vortrag die Haftungssituation aus Vertrag und ohne Vertrag verdeutlichen.

Des weiteren sollen Ihnen Wege aufgezeigt werden, wie Sie sich gegen Schadenersatzansprüche aus der Herstellung, der Entwicklung und dem Vertrieb von Softwareprodukten absichern.

Referent: Herr Rüdiger Knoth,
UNITA Dienstleistungsgruppe, Berlin
Präsentation:
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 18. Oktober 2001
Qualitätssicherung in der Praxis der Softwareerstellung

Grober Inhalt:
Ziele und Zielkonflikte QS
Definition von Qualität
Bedeutung von Qualität für Softwareprodukte
SW-Qualität reduziert Kosten
Testen im Umfeld von Softwaremanagementservices
Kategorisierung der QS- Maßnahmen
Phasenmodell und Ergebnistypen
Sparen durch (S)QS!
Relative Aufwandsverteilung
Aufwandschätzung
Übersicht Testkonzeption
Der Testberg
Differenzierung der Teststufen
Testschwerpunkte des Systemtests
Beispiele aus der Praxis
Vorgehensweise bei der systematischen Testfallermittlung
Der Testprozess im Überblick
Aufgabenverteilung
Umfeld des Testteams
SQS im Überblick

Referent: Herr Thomas Kugel,
SQS AG Köln
Präsentation:
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 12. Juli 2001
Qualitätsmanagement im eCommerce

Mit dem Argument, dass es bei eCommerce Anwendungen insbesondere auf Schnelligkeit und auf die rasche Einführung neuer Produkte ankommt, wurden Qualitätsaspekte in den letzten Jahren systematisch vernachlässigt. Die Folge ist, dass beispielsweise laut einer Studie von Zona Research ein Drittel aller potentiellen Kunden beim Versuch scheitert, Waren online zu bestellen. Tatsache ist jedoch andererseits, dass Qualitätsmanagement im eCommerce andere Anforderungen an die Prozesse stellt als bei Entwicklung traditioneller Host-Anwendungen. Der Vortrag zeigt die wesentlichen Unterschiede auf und macht Vorschläge für die Gestaltung eines zielkonformen Qualitätsmanagement im eCommerce.

Referent: Herr Prof. Dr. G. Herzwurm,
TU Dresden, Fakultät Wirtschaftswissenschaften
Präsentation:
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 28. Juni 2001
Stand und Entwicklungstendenzen der computergesttzten Sprachverarbeitung

Spracherkennung und Sprachsynthese werden seit vielen Jahren als Disziplinen mit riesigem Anwendungspotential gehandelt. Die realen Einsatzzahlen sind zwar gestiegen, bleiben aber hinter den Prognosen deutlich zurück. Der Grund ist, dass zwar bedeutende wissenschaftliche Erfolge erzielt wurden (in Deutschland z. B. mit VERBMOBIL), jedoch die Erkennungsraten der Spracherkennung bzw. die Natürlichkeit der Sprachsynthese deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben. Der Beitrag objektiviert diese Feststellung anhand von Evaluierungen, die an der TU Dresden durchgeführt wurden, demonstriert den aktuellen Stand der Sprachsynthese anhand von Hörbeispielen und geht auf perspektivische Entwicklungen ein.

Referent: Prof. Dr. R. Hoffmann,
TU Dresden, Fakultät Elektrotechnik
 
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 19. Juni 2001
Biologie + Informatik = Bioinformatik ???

Die Bioinformatik stellt ein in hohem Maße interdisziplinär angelegtes Feld dar, welches sich in den letzten 10 Jahren sprunghaft entwickelt hat und welches sich mit zunehmender Tendenz auch in den Lehrplänen deutscher Hochschulen wiederfindet.

Neben dem klassischen Feld der (Gen-)Sequenzanalyse umfaßt die Bioinformatik mittlerweile viele weitere Teilgebiete, die sich im weitesten Sinne damit befassen, biologische, experimentelle Datensätze zu strukturieren, zu verwalten und auszuwerten. Ziel ist es dabei, Aufschlüsse über die Wirkungsweise biologischer und biochemischer Abläufe und Zusammenhänge zu bekommen und den Experimentalisten darüber hinaus Werkzeuge an die Hand zu geben, die es ihnen ermöglichen, aus den enormen Datenmengen, die mittlerweile zur Verfügung stehen, neue Erkenntnisse zu gewinnen. Hierzu gehört insbesondere die zielgerichtete Aufstellung neuer Hypothesen, die den Ausgangspunkt weiterer Experimente darstellen, so daß auf diese Weise ein erkenntnistheoretisch gerichteter Zyklus entsteht, der Wissenschaftler verschiedener Disziplinen umfaßt. Die hier betrachteten Bereiche sind neben der Analyse und Visualisierung der dreidimensionalen Struktur von Proteinen beispielsweise auch deren evolutionäre Entwicklung sowie die genaue Aufschlüsselung und Simulation komplexer biochemischer Prozesse in der Zelle.

Im Vortrag wird ein Überblick über die verschiedenen Aspekte der Bioinformatik gegeben. Hierzu werden zunächst einige der biologischen "Zielobjekte" betrachtet. Im Anschluß daran werden verschiedene Teilgebiete und die sich dort stellenden Probleme zusammen mit einigen aus der Informatik stammenden Ansätzen zu deren Lösung vorgestellt. Im letzten Teil des Vortrags wird der Einsatz solcher Methoden am Beispiel von Alignmentverfahren in der Sequenzanalyse erläutert.

Referent: Frau Dr. Ursula Rost,
European Media Laboratory GmbH, Heidelberg
Präsentation:
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 14. Juni 2001
Exkursion und Bertriebsbesichtigung (Infineon Technologies)

Exkursion mit Vortrag zum Werk, Video "High Tech on Silicon" und Werksführung

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 17. Mai 2001
Entwurf komplexer Systeme mit SDL

SDL steht für Specification and Description Language, eine standardisierte Programmiersprache (ITU -T Z100) zur ein-eindeutigen Spezifikation und Beschreibung von verteilten kommunizierenden Systemen. SDL ist eine formale Programmiersprache. In SDL verfasste Spezifikationen sind analysierbar, simulierbar und eindeutig interpretierbar. War die erste Version von SDL 1976 nur zur Spezifikation von Verhalten in Telekommunikationssystemen gedacht, so hat sich SDL heute zu einer objektorientierten Programmiersprache zur formalen Beschreibung von Echtzeitsystemen, von verteilten Systemen und von Kommunikationssytemen entwickelt. SDL wird unter anderem bei der Entwicklung von Protokollen und Systemen in der Telekommunikation, in der Luft- und Raumfahrt, in der Automobilindustrie als auch in der Computerindustrie verwendet.

Der Vortrag soll eine erste Einführung in diese Thematik geben. Es wird auf die Möglichkeiten der Sprache zum Entwurf und zur Strukturierung von Systemen eingegangen. Der Zuhörer soll nach dem Vortrag in der Lage sein einzuschätzen, ob SDL zur Lösung von anstehenden Problemen des Systementwurfs geeignet ist. Der Vortrag richtet sich an Studenten der Fakultäten Elektrotechnik und Informatik als auch an Interessenten von SDL. Der Vortrag wird nicht detailiert auf Arbeitsergebnisse laufender Projekte der AMD Saxony Manufacturing GmbH eingehen.

Referent: Herr Andreas Abt,
Dresden Design Center, AMD Saxony Manufacturing GmbH
Präsentation:
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 27. April 2001
Dot_Net - Microsofts neue IT-Plattform (.Net)

Schwerpunkte des Seminars:
- Erfahrungen mit Windows2000 in der Lehre
- Zielstellung und Architektur von DOT_NET
- Weiterentwicklung der MS - Komponententechnologie
- Realisierungsbeispiele
- Vergleiche mit anderen Middleware-Konzepten

Referent: Herr Prof. Dr. Naake
Herr Priv.-Doz. J. Tolkmitt
 
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 26. April 2001
Was sind gute Computerbilder? - ein Diskurs anhand synthetischer Pflanzendarstellungen

Nach über dreissig Jahren haben Bilderzeugungsverfahren in der Computergraphik eine Qualität erreicht, die es dem Betrachter oftmals schwer macht, Unterschiede zwischen synthetischen und realen Bildern zu erkennen. Neue Verfahren ermöglichen das auch für virtuelle Landschaften, deren Erzeugung und Animation bislang an der Verarbeitung der riesigen Datenmengen scheiterte.In zehn Jahren werden wir uns interaktiv durch virtuelle Landschaften bewegen, die allenfalls nur noch in Details als solche zu erkennen sind.

Aber wofür benötigt man das? Neben Anwendungen in der Spiele-, Film- und Tourismusindustrie benötigen Biologen, Architekten und Landschaftsplaner Werkzeuge zur Präsentation von Planungsergebnissen. In diesem Umfeld bestehen aber ganz andere Auffassungen darüber, was eine gute Darstellung ist. Planungen werden traditionell als abstrakte Skizzen dargestellt, und eine Reihe von Gründen spricht für diese Darstellungsformen. Neue Algorithmen ermöglichen es, solche skizzenartige Bilder nun auch per Computer herzustellen. Das sogenannte Nichtrealistische Rendering rundet so das Spektrum synthetischer Darstellungen ab. Im Vortrag werden die Verfahren und Anwendungen beschrieben und an einer Reihe von Ergebnissen demonstriert.

Referent: Herr Prof. Dr. O. Deussen,
TU Dresden, Fakultät Informatik
 
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  5. April 2001
Werkzeuggestützte Entwicklung und Verwaltung größerer Softwareprojekte

Überschreitet der Umfang der Quelltexte eines Software-Projektes gewisse Grenzen, treten bei der Verwaltung des Projektes unweigerlich Aspekte in den Vordergrund, deren Tragweite relativ schwer abgeschätzt werden kann. Es handelt sich um komplexe Zusammenhänge, für die es eben keine einfachen Lehrbeispiele gibt .Der sich aus der praktischen Tätigkeit ergebende Erfahrungsschatz bildet sich sicherlich gut im theoretischen Wissens über Software-Technologie ab, leider funtioniert es umgekehrt nicht so gut - wichtige Erkenntnisse bleiben ohne Praxiserprobung vage und abstrakt. Der Vortrag stellt sich in Form eines Praxisberichts das Ziel, zur Sensibilisierung der häufig unterschätzten Probleme bei der Software-Entwicklung im industriellen Alltag beizutragen.

In den Mittelpunkt gestellt werden die Aspekte Projekt-Struktur, Arbeitsteilung, Konfigurations-Management und Multi-Plattform-Entwicklung. Dies sind Aufgaben, die erst bei wirklich größeren Software-Paketen signifikant Arbeit - also Kosten - verursachen und in der Praxis in beliebig unangenehmer Kombination zu lösen sind. Sinnvollerweise sollten diese Aufgaben werkzeuggestützt angegangen werden. Leider lassen selbst namhafte Entwicklungsumgebungen den Anwender mit den genannten Problemen oft allein. Ein Werkzeug, welches bei relativ günstigen Kosten (Lizenzen und Hardware-Anforderungen) - auch auf Grund seiner offenen Architektur - den Praxisalltag sehr gut unterstützt, ist SNiFF+, mit dem man Projekte von mehreren Hundert Line-of-Codes (KloC) bis zu einigen MLoC gut im Griff behalten kann.

Referent: Herr Dr. Jörg Hutschenreiter,
CSC PLOENZKE AG, Kompetenzzentrum Logistik
 
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 17. März 2001
7. Absolvententreffen der Informatik-Lehrer

Referent: Herr Prof. Dr. S. Friedrich,
TU Dresden, Fakultät Informatik
 
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 11. Januar 2001
DNA-Computing an der TU Dresden

Mit dem Begriff DNA-Computing verbindet sich ein junges und innovatives Forschungsgebiet, das durch die Beschreibung "Rechnen im Reagenzglas" inhaltlich umrissen werden kann. Das Erbmolekül DNA dient hierbei als Datenträger sowie als Speicher, und die Rechenoperationen werden durch geeignete molekularbiologische und biochemische Prozesse ersetzt. DNA-Algorithmen und die zugrundeliegende Biohardware in Form einer abgestimmten Laborumgebung zeichnen sich durch eine massive Datenparallelität aus, da jede molekularbiologische Reaktion gleichzeitig auf eine Vielzahl von DNA-Strängen einwirkt. Biologische Computer erreichen Rechengeschwindigkeiten, die in Grössenordnungen über denen von moderner elektronischer Rechentechnik liegen. Die etwa fünfjährige Geschichte des DNA-Computing wird international als erfolgreich eingeschätzt. In diesem Zusammenhang werden vor allem DNA-Algorithmen für besonders rechenintensive Aufgaben diskutiert.

An der TU Dresden beschäftigt sich seit 1997 eine Arbeitsgruppe mit DNA-Computing. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Aktivitäten steht neben seiteneffektkompensierenden DNA-Algorithmen die Konstruktion eines molekularbiologischen Universalrechners. Ein molekularbiologischer Universalrechner ist programmierbar und somit ähnlich flexibel einsetzbar wie ein PC. Beliebige Algorihmen lassen sich in einer speziellen Programmiersprache beschreiben, jedoch werden zur Abarbeitung die Anweisungen nicht in Maschinenbefehle übersetzt, sondern nach einem einheitlichen Schema in Abfolgen von Reaktionsparametern transformiert. Gegenüber einem PC besitzt ein molekularbiologischer Rechner jedoch eine deutlich höhere Speicherkapazität und - dichte, ist zur Lösung zahlreicher Aufgaben um ein Vielfaches schneller, verbraucht nur einen Bruchteil an Energie und unterliegt keinerlei mechanischem Verschleiß. Seine Bestandteile sind in weitem Maße wiederverwendbar und recyclingfähig. Die mittels DNA archivierten Daten lassen sich unter geeigneten Bedingungen über sehr lange Zeiträume konservieren und darüber hinaus bei Bedarf leicht beliebig oft duplizieren, was eine verlustsichere, dezentrale und persistente Informationsspeicherung ermöglicht. Darüber hinaus ist eine biologischer Computer in der Lage, genomische DNA als Eingabedaten unmittelbar zu verarbeiten.

Referent: Herr Dr.-Ing. M. Sturm,
Herr Dipl.-Inf. T. Hinze,
TU Dresden, Fakultät Informatik
 
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